World Free of Nuclear Weapons & Culture of Peace
Fair Global Governance & Sustainability
Founded in February 1983

Join us in transforming the world

Sustainability Project

Shared prosperity and well-being for all by 2030 is the target the international community has set itself in the Sustainable Development Goals (SDGs) adopted on September 25, 2015 at the UN Summit in New York. This joint media project with DEVNET Japan Foundation highlights sustainability - in the fields of development, environment and food and nutrition. DEVNET was founded by Roberto Savio in 1985 as an international Association with headquarters in Rome.
www.devnet.gc-council.org

News & Analysis

Aufbau eines effizienten Asien-Netzwerks zur Katastrophenvorsorge

Von Toshiaki Kitazato*

TOKIO (IDN) – Beim großen Hanshin-Erdbeben im Januar 1995 war die Stadt Kobe mit ihren 1.5 Millionen Einwohnern am stärksten von starken Beben betroffen. Fast 6500 Menschen verloren ihr Leben.

Achtzehn Jahre später hat Japan nochmals eine große Katastrophe erlitten, sie erfolgte durch einen massiven Tsunami, der am 11. März 2013 durch das Tiefsee-Erdbeben der Erdkruste im Pazifik hervorgerufen wurde. Diese große Erdbeben-Katastrophe in Ost-Japan verursachte nicht nur 20.000 Todesopfer, sondern zerstörte auch die Kernkraftwerksgebäude in Fukushima.

In Indonesien wurden große Tsunamis 2004 durch das Sumatra-Erdbeben hervorgerufen, die insgesamt in Thailand, Sri Lanka, Indien usw. einen Rekord von mehr als 220.000 Todesopfer verzeichneten. Vier Jahre später wurden mehr als 87.000 Menschen durch ein verheerendes Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan.

Asien ist offenbar die Region wo Erdkrusten-Bewegungen ziemlich aktiv sind. Es ist offensichtlich auch der Bereich, wo Erdbeben- und Vulkan-Katastrophen oder andere Natur-Katastrophen häufig auftreten.

Weil die Erdkrusten stets in Bewegung sind oder schwerer Regen durch die globale Erwärmung zunehmen wird, haben wir keine Mittel Erdbeben, Vulkan-Explosionen oder Fluten am Erscheinen zu hindern.

Wir können nur die Schäden verringern, die durch Katastrophen in jedem Land verursacht werden. In der Tat ist es wichtig, Katastrophenschäden so gering wie möglich zu halten, indem eine „Katastrophenvorsorge-Strategie“ verfolgt wird.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen bezeichnete die 1990ziger Jahre als die internationale Dekade, in der man die Reduzierung von Naturkatastrophen erreichen wollte. In dieser Dekade beabsichtigte man, durch gemeinsames internationales Handeln speziell in Entwicklungsländern durch Naturkatastrophen verursachte Verluste an Todesopfern, Sachbeschädigung und sozialen und ökonomischen Störungen zu reduzieren.

Die japanische Regierung war zusammen mit den Vereinten Nationen (UN) Mit-Gastgeberin bei der ersten Weltkonferenz zur Katastrophen-Vorsorge 1994 Yokohama (Japan), bei der die "Yokohama-Strategie" unterstützt wurde. Diese besagt: "Nachhaltiges ökonomisches Wachstum und nachhaltige Entwicklung kann in vielen Ländern nicht erreicht werden, ohne adäquate Maßnahmen Katastrophen-Verluste zu reduzieren und dass es enge Verbindungen gibt zwischen Naturkatastrophen-Schäden und Umweltzerstörung."

Die Vereinten Nationen starteten im Jahr 2000 eine internationale Strategie zur Katastrophen-Reduzierung (ISDR) und hielten die zweite Weltkonferenz zur Katastrophenvorsorge in der Stadt Kobe ab, wo sich 2005 das große Hanshin-Erdbeben abspielte. Das Hyogo-Aktionsrahmenwerk (HFA, 2005-2015): Aufbau von Gegenkräften bei Nationen und Gemeinden gegen Katastrophen (Hyogo-Framework for Aktion (HFA, 2005-2015): Building the Resilience of Nations and Communities to Disasters) war ein Ergebnis der Konferenz von 2005.

HFA war der erste Plan, um die von allen verschiedenen Sektoren und Akteuren erforderliche Arbeit zur Reduzierung von Katastrophen-Verlusten zu erklären, zu beschreiben und aufzuteilen.

Er wurde entwickelt und fand die Zustimmung vieler Partner, die gebraucht wurden, um Katastrophen-Risiken zu reduzieren – Regierungen, internationale Agenturen, Katastrophen-Experten und viele andere – die zusammengebracht werden sollten in einem gemeinsamen Koordinationssystem.

Fünf spezifische Prioritäten zum Tätigwerden wurden zwischen 2005 bis 2015 erstellt: als erste Priorität Katastrophen-Risiko-Reduktion,  dann Verbesserung der Information über Risiken, Frühwarnung, Aufbau einer Kultur der Sicherheit und Belastbarkeit, Reduzierung von Risiken in den Schlüsselbereichen sowie Stärkung der Bereitschaft zur Reaktion.

Eine große Verminderung der bei Menschen verursachten Schäden wurde dadurch realisiert, dass verschiedene Unterkünfte für diejenigen eingerichtet wurden, die in Bangladesch von Zyklonen betroffen waren. Es gibt viele ähnliche Beispiele in Asien und weltweit.

Die dritte Weltkonferenz zur Reduzierung von Katastrophen-Risiken wurde im März 2015 in der Stadt Sendai (Sendai City) abgehalten, die hart vom großen Ost-Japan-Erdbeben von 2011 betroffen war. Die Konferenz unterstützte den

"Rahmen für Katastrophen-Risiko-Reduktion 2015-2030" (Framework for Disaster Risk Reduction 2015-2030). Es ist das erste größere Abkommen der nach 2015 Entwicklungs-Agenda mit sieben Zielen und vier Prioritäten zum Handeln. 2015 wurde es von der UN-Generalversammlung gebilligt.

"Erhebliche Reduzierung von Katastrophen-Risiken und von Verlusten an Leben, Existenzen und Gesundheit, sowie von wirtschaftlichen, physischen, sozialen, kulturellen und ökologischen Vermögenswerten bei Personen, Unternehmen, Gemeinden und Ländern", besagt das Rahmenwerk.

Die japanische Regierung verkündete die 'Sendai-Kooperations-Initiative zur Reduzierung von Katastrophen-Risiken' (Sendai Cooperation Initiative for Desaster Risk Reduction) und stimmte zu, zum Hauptvorhaben der Katastrophen-Risiko-Reduzierung in den vier Jahren von 2015 bis 2018 mit 4 Milliarden US Dollar beizusteuern und 40.000 Öffentlich Bedienstete und lokale Größen fit zu machen, um bei den nationalen Anstrengungen zur Katastrophen-Risiko-Reduzierung und nach Katastrophen beim 'Besseren Wiederaufbau' ('Build Back Better') eine leitende Rolle zu spielen.

Die japanische Regierung ist bereit, zum Wohle der globalen Gemeinschaft dazu beizutragen, dass Katastrophen-Prävention durchgängig Berücksichtigung findet und internationale Kooperation zur Katastrophen-Prävention zwischen verschiedenen Ländern und regionalen Kooperations-Organisationen in Asien voran zu treiben, zusammen mit internationalen Organisationen einschließlich der Vereinten Nationen.

Ich arbeitete als stellvertretender Generaldirektor abgestellt für das Kabinett-Büro für Katastrophen-Prävention sowie als Vize-Kommissar der Brand- und Katastrophenschutzbehörde beim Ministerium für Innere Angelegenheiten und Kommunikation bei der japanischen Regierung.

Ich schlage ein gemeinsames Trainings-System vor, um Beamte und andere Experten in Katastrophenprävention im asiatischen Raum unter japanischer Führung zu trainieren. Die große Tohoku-Erdbeben-Katastrophe in Ost-Japan 2011, Fluten durch Starkregen in Thailand 2015 , die Verwüstungen durch ein starkes Erdbeben in Taiwan und die Rettungsmaßnahmen: das sind Beispiele, welche die Notwendigkeit  einer regionalen Kooperation zur Katastrophen-Risiko-Verminderung und -Prävention unterstreichen.

Um zukünftig vorbereitet zu sein für Katastrophen in jedwedem Land in Asien, ist es wichtig, dass jedes Land von anderen lernt und die High-Level-lebensrettenden Techniken und Kenntnisse übernimmt von anderen Ländern wie zum Beispiel Japan. Dies umschließt die Ausbildung von Rettungspersonal, um menschliche Hilfe für jedwede Notsituation in Asien geben zu können.

Zusätzlich kann ein Austausch von Rettungskräften mit verschiedenen Ländern durch einen gegenseitigen Schulungsaufwand auch dazu beitragen, die Kommunikation in Notsituationen zu erleichtern. Dies kann auch dazu beitragen, internationale Rettungsbemühungen und das Versenden von internationalen Rettungs-Hilfsgütern in jedwedes Land, das von einer Katastrophe betroffen ist, zu unterstützen.

Die aktuelle wirtschaftliche und finanzielle Lage der asiatischen Länder ist weit davon entfernt, staatliche Mittel für Katastrophenvorsorge und Rettungs-Programme bereitzustellen. Deshalb hoffe ich, dass nichtstaatliche Organisationen in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, die in Asien eine entscheidende Rolle spielen, einschließlich DEVNET Japan, eine Führungsrolle einnehmen und Unterstützung von privaten Unternehmen in ihren Ländern anhäufen und bei diesen Interesse dafür wecken, humanitäre Unterstützung für die Katastrophenvorsorge bereitzustellen.

Zusammen könnten sie ein Netzwerk aufbauen, das mit staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen zusammenarbeiten würde. Dies wiederum würde ein Modell einer neuen internationalen humanitären Hilfe werden, jedem Land, das in eine Notlage geraten ist, Hilfe zu leisten, ohne zu stark von der Öffentlichen Entwicklungshilfe (Official Developement Assistance, ODA) durch Regierungen abhängig zu sein.

*Toshiaki Kitazato ist Jurist und ein früherer Vize-Generaldirektor abgestellt für das Kabinett-Büro für Katastrophen-Prävention in Japan (Deputy Director-general in charge of the Cabinet Office for Desaster Prevention). Er ist ebenso ein früherer Vize-Kommissar der Feuer-und Katastrophen-Management Agentur (Fire and Desaster Management Agency, FDMA) im japanischen Ministerium für Inneres und Kommunikation. (26 April 2016)

Dieser Artikel Teil des Media-Projektes von IDN gemeinsam mit Global Cooperation Council e.V. und DEVNET Japan.

GLOBAL CITIZENSHIP Lecture Series

Partners

IPPNW
 
Fostering Globalcitizenship
 
Nuclearabolition
 
International Press Syndicate
 
InDepthNews
 
Soka Gakkai International (SGI)
 
ICAN | International Campaign to Abolish Nuclear Weapons
 
財団法人 尾崎行雄記念財団
 
IPPNW

Paypal-Donate

Help us provide you insight into Global Governance and Culture of Peace issues.